Eine digitale Speisekarte zu erstellen erfordert weder eine Website noch einen Grafiker noch technische Kenntnisse: Es braucht die Karte, die du schon nutzt, und einen geführten Ablauf, der die Arbeit für dich erledigt. Mit Ordinami kommst du an einem Abend von der Papierkarte zum QR-Code auf dem Tisch. Hier findest du jeden Schritt in der richtigen Reihenfolge, mit Tipps, damit du hinterher nichts neu machen musst.
Was du vor dem Start vorbereiten solltest
Bevor du das Dashboard öffnest, leg dir drei Dinge zurecht. Das erste ist die aktuelle Speisekarte, aber mit kritischem Blick gelesen: Das Anlegen ist die perfekte Gelegenheit, Gerichte zu streichen, die niemand bestellt, doppelte Kategorien zusammenzulegen und die Preise im Kassensystem statt aus dem Gedächtnis zu prüfen. Das zweite ist die Allergen-Übersicht: Geh die Karte Posten für Posten mit der Küche durch und notiere für jedes Gericht, welche der 14 Allergene der EU-Verordnung es enthält — jetzt kostet das eine halbe Stunde, später eine komplette Überarbeitung.
Das dritte sind die Fotos, falls du welche hast: Es reichen die der zehn wichtigsten Gerichte, mit dem Handy in Fensternähe aufgenommen. Sie sind nicht Pflicht, und du kannst sie in den folgenden Wochen in Ruhe ergänzen, aber fotografierte Gerichte verkaufen sich besser — es lohnt sich also, zumindest mit deinen Aushängeschildern zu starten.
Schritt 1: Registrieren und Lokal einrichten
Die Registrierung bei Ordinami dauert wenige Minuten: Du erstellst dein Konto, gibst den Namen des Lokals, das Logo, falls vorhanden, und die Basisinformationen ein, die die Gäste im Kopf der Speisekarte sehen. Um die Speisekarte aufzubauen und das Ergebnis auf dem Handy zu sehen, brauchst du keine Kreditkarte.
In dieser Phase legst du auch die allgemeinen Einstellungen fest: Währung, Aussehen der Speisekarte und Sprachen, falls dein Tarif sie vorsieht. Ein praktischer Rat: Verlier jetzt keine Zeit damit, jedes optische Detail zu verfeinern. Das Ziel der ersten Sitzung ist eine vollständige, korrekte Speisekarte online; der Feinschliff kommt später, wenn du das echte Ergebnis auf dem Handy siehst und erkennst, was sich zu verbessern lohnt. Der Perfektionsanspruch im ersten Durchgang ist der Grund, warum so viele digitale Speisekarten auf halbem Weg stecken bleiben.
Schritt 2: Kategorien in der richtigen Reihenfolge anlegen
Die Kategorien sind das Gerüst der Speisekarte und werden vor den Gerichten angelegt: Vorspeisen, Pasta, Hauptgerichte, Pizzen, Desserts, Getränke — die, die deine Gäste erwarten. Zwei Regeln machen die Speisekarte wirksamer. Erstens: Die Reihenfolge zählt, denn die Kategorien ganz oben bekommen viel mehr Aufmerksamkeit; setz nach oben, was du am meisten verkaufen willst, nicht unbedingt die traditionelle Abfolge. Zweitens: Eine Kategorie sollte nicht mehr als 10-12 Einträge haben, sonst scrollt der Gast, ohne zu lesen — bei dreißig Pizzen teilst du in Klassiker und Specials.
Digital haben Kategorien einen Vorteil mehr gegenüber Papier: Du kannst sie jederzeit umsortieren oder ausblenden. Die Bar, die morgens das Frühstück nach oben setzt und um 18 Uhr den Aperitivo, nutzt dieselbe Logik wie der Supermarkt, der Produkte umräumt: Verkauft wird, was man zuerst sieht.
Schritt 3: Gerichte, Preise, Fotos und Allergene eingeben
Für jedes Gericht füllst du vier Felder aus, und jedes verdient ein Minimum an Sorgfalt:
- Name: klar und ohne interne Kürzel. Der Name eines typischen Gerichts darf auch in den übersetzten Versionen im Original bleiben.
- Beschreibung: ein oder zwei Zeilen mit den Hauptzutaten, der Zubereitung und dem Detail, das das Gericht zu deinem macht. Keine leeren Adjektive wie „köstlich“: Herkunft und Technik verkaufen besser.
- Preis: nachgeprüft, mit einer Endziffer, die zur Positionierung des Lokals passt: runde Preise für die mittlere und gehobene Klasse, die ,90 für preisgünstige Konzepte.
- Allergene: Du wählst aus der vorgegebenen Liste die im Gericht enthaltenen aus; sie erscheinen neben dem Eintrag, auch in den übersetzten Sprachen.
Mit der vorbereiteten Liste ist eine Speisekarte mit 40-60 Einträgen in ein bis zwei Stunden angelegt. Du musst nicht alles in einer Sitzung schaffen: Die Speisekarte lässt sich veröffentlichen, sobald sie vollständig ist, und in den Tagen danach verfeinern.
Schritt 4: QR-Code erzeugen und auf die Tische bringen
Wenn die Speisekarte fertig ist, ist der QR-Code schon erzeugt: Du lädst ihn im Dashboard in hoher Auflösung herunter, druckfertig. Bevor du die Tischaufsteller für alle Tische produzierst, mach den Test, den zu viele überspringen: Druck ein Probeexemplar, leg es auf den am schlechtesten beleuchteten Tisch des Lokals und scanne es abends mit zwei verschiedenen Handys. Wenn sich die Speisekarte in ein paar Sekunden öffnet, bist du bereit.
Für den endgültigen Druck gelten drei Regeln: Mindestgröße 3x3 Zentimeter für das Scannen vom Tisch, weißer Rand um den Code, stabiles oder laminiertes Material, das Gläser und Reinigung übersteht. Neben den Tischen fangen ein QR-Code im Schaufenster und einer an der Theke alle ab, die vor dem Hinsetzen einen Blick in die Karte werfen wollen. Alle Details zu Material, Größe und Platzierung findest du im Ratgeber zur QR-Code-Speisekarte. Und denk daran: Der Code ändert sich nie, diesen Druck machst du also nur ein einziges Mal.
Nach der Veröffentlichung: Die Speisekarte muss lebendig bleiben
Der Wert der digitalen Speisekarte zeigt sich nach dem Livegang, im täglichen Gebrauch. Das ausverkaufte Gericht wird in zehn Sekunden vom Handy ausgeblendet, statt den Kellner ein Nein nach dem anderen sammeln zu lassen; die Samstagsempfehlung kommt im Handumdrehen dazu; der Saisonwechsel wird in Ruhe vorbereitet und am richtigen Tag aktiviert, ohne Druckerei dazwischen. Das sind Handgriffe von einer Minute, die auf Papier unmöglich oder teuer waren — und genau dort zahlt sich das Abo aus.
Ein gesunder Pflegerhythmus sieht so aus: bei jedem Service die Ausverkauften ausblenden; jede Woche Angebote und Tagesempfehlungen aktualisieren; jede Saison Gerichte und Preise mit den Verkaufszahlen vor Augen überprüfen. Und in den ersten Wochen nimm dir zehn Minuten, um eine Kategorie nach der anderen zu verbessern: ein Foto mehr, eine neu geschriebene Beschreibung. Nach einem Monat ist die Speisekarte nicht nur digital, sondern spürbar besser als die Papierkarte, mit der du gestartet bist.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, die digitale Speisekarte zu erstellen?
Die Grundstruktur steht in etwa zehn Minuten; eine komplette Speisekarte mit 40-60 Einträgen samt Fotos und Allergenen braucht beim ersten Mal ein bis zwei Stunden.
Brauche ich technische Kenntnisse oder einen Grafiker?
Nein: Der Ablauf ist geführt, das Layout der Speisekarte ist fertig, und der QR-Code wird automatisch erzeugt. Wer WhatsApp bedienen kann, kann auch das Dashboard bedienen.
Kann ich die Speisekarte in mehreren Sprachen erstellen?
Ja: Mit dem MEDIO-Tarif von Ordinami ist die Speisekarte in 6 Sprachen verfügbar, und die Übersetzungen bleiben bei jeder Änderung der Gerichte synchron.
Kann ich die Speisekarte nach der Veröffentlichung ändern?
Jederzeit und ohne Limit: Preise, Gerichte, Fotos und Kategorien änderst du im Dashboard auch mitten im Service, und die Änderungen sind in Echtzeit online.
Muss der QR-Code neu erstellt werden, wenn ich die Speisekarte ändere?
Nein: Der QR-Code bleibt für immer identisch, nur der Inhalt der Seite ändert sich. Die Tischaufsteller werden nur einmal gedruckt.
